DIGITALSYSTEM 

 

Die Anlage wird ausschliesslich Digital betrieben. Eine Herausforderung ist der Einbau von Digital-Decodern in zahlreiche, teils über 30 Jahre alte Gleichstromlokomotiven.

Als Digital-Zentrale ist eine ECoS 5000 von ESU im Einsatz, samt 4A-Booster ECoSBoost und Funkfernsteuerung mobile control.

Die einzelnen Module sind über eine 20polige Ringleitung über Steckverbindungen angeschlossen.

Die Ringleitung versorgt die Module mit

  • Digitalstrom (ECoS-Bus)
  • Booster-Strom ECoS, zur Steuerung der ECoS-Switch Pilot (Magnetartikel-Decoder)
  • Wechselspannung 14 V zur Speisung der Weichenantriebe
  • Wechselspassung 16 V
  • stabilisierter Gleichstrom 12 V für Leuchtdioden
  • Gleichstrom 12 V

Die Weichensteuerung erfolgt digital über ECoS Switch Pilot V1.0. Aktuell sind 16 Geräte verbaut. Pro Gerät lassen sich 4 Weichen digital schalten. Die Versorgung der Weichen erfolgt über einen separaten Trafo mit 14 V Wechselstrom. Im nicht einsehbaren Bereich sind Fleischmann-Weichen (15 Grad, Schienenprofil 2,7 mm, mit Original-Fleischmann-Weichenantrieben) verbaut. Im sichtbaren Bereich sind es Weichen von PECO und PIKO-A-Gleis mit ESU-Weichenservos und gesteuert durch ECoS Switch Pilot Servo

Die ESU-ECoS eignet sich hervorragend zur Weichensteuerung, die selbst über die Funk-Fernsteuerung möglich ist. Es braucht etwas Geduld und Ausdauer bis man die einzelnen Funktionen und Installationsschritte begriffen hat.

Link zu ESU:
www.esu.eu/startseite/

Der Digitalzentrale übergeordnet ist die Steuerungs-Software WIN-DIGIPET (Version 2009 Premium Edition, Version 11.0). Sie ist mit der ESU ECoS voll kompatibel. Die ECoS ist dazu über die Schnittstelle RJ45 (Netzwerkanschluss) an den Modellbahn-PC angeschlossen, der seinerseits über das interne WLAN-Netzwerk mit dem Internet verbunden ist (Druckaufträge, Updates, Datensicherung).

Link zu WIN-DIGIPET:
 
http://modellplan.de/Typo3/index.php?id=31

Die Stromversorgung der Strecke, die Steuerung der Loks und Weichen erfolgt somit über den Digitalstrom der ECoS. Für die Besetztmeldung der einzelnen Streckenabschnitte, die im WIN-DIGIPET eine Aktion auslösen (z.B. Anhaltebefehl für eine bestimmte Lok) könnte auch der ECoS-Bus verwendet werden. ESU hat dazu den ECoS-Detector entwickelt, mit dem 16 Gleisabschnitte überwacht werden können. Mit rund CHF 250 ist diese raffinierte technische Lösung in meiner Beurteilung aber zu teuer.

Nach umfangreichen Recherchen und zahllosen Stunden in den verschiedenen, auf Modellbahnsteuerungen spezialisierten Internet-Foren bin ich nun beim (von Technik-Freaks als veraltet angesehenen) s88-Bus-System angelangt. Der s88-Bus ist gegen Störungen von Fremspannungen (andere Kabel in Nähe des Buskabels) empfindlich. Mit dem Einsatz von abgeschirmten Patchkabeln (RJ45) soll, gemäss Hersteller, dieses Problem weitgehend behoben sein, was ich bestätigen kann.

Schlussendlich wandte ich mich per Mail an die Firma Littfinski DatenTechnik (LDT) in Deutschland und erhielt umgehend detaillierte und für einen Anfänger nachvollziehbare Informationen und Ratschläge zum Thema Rückmeldestrecken, als Grundlage für die Steuerung mit WIN-DIGIPET. Dieses System ist etwa halb so teuer, wie dasjenige von ESU.

Bis jetzt wurden folgende Geräte beschafft:

29 Rückmeldemodule RM-GB-8-N-G. Pro Gerät können 8 Geleisestrecken überwacht und deren Belegung an WIN-DIGPET zurück gemeldet werden.

1 High Speed Interface für den s88-Rückmeldebus (HSI-88-USB_G), inkl. 3fach-Adapter für den Anschluss von abgeschirmten Patchkabeln (Adap-HSI-s88-N-F). Pro Interface lassen sich 62 Rückmeldemodule (= 496 Rückmeldekontakte bzw. Streckenabschnitte) anschliessen.

Diverse Patch-Kabel RJ45, abgeschirmt, zwischen 0,5 und 3 Metern lang.

Diese Konfiguration hat den Vorteil, dass das High Speed Interface direkt an den PC angeschlossen wird und die Daten nicht erst einen Umweg über die ECoS-Zentrale machen müssen. Die Reaktionszeit des Systems wird dadurch deutlich verkürzt, d.h. z.B. ein Stoppbefehl erreicht die Lokomotive schneller.

Link zu LDT: www.ldt-infocenter.com

Nachfolgend noch zwei Prinzip-Skizzen zum Steuerungsaufbau mit LDT-Geräten: 

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

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